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Automatenmarken

Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Thomas Arlitt


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Automatenmarken, die den herkömmlichen Briefmarken in ihrer Verwendung absolut gleichgestellt sind, können vom Postkunden am Automaten selbst erworben werden. Im Automaten befindet sich eine Rolle mit bereits vorgedruckten Sicherheitspapier mit einem Muster, einem Bild oder sonstiger Graphik. Nachdem sich der Kunde für den benötigten Portowert entschieden hat, wird das Sicherheitspapier mit der Wertstufe bedruckt und der entsprechende Teil mit dem Schneidewerk von der restlichen Rolle getrennt. Nun kann der Kunde die "Marke" dem Ausgabeschacht entnehmen und wie eine gewöhnliche Briefmarke auf seine Sendung kleben.

Automatenmarken sind jederzeit verwendbar und werden von der Post wie alle normalen Briefmarkenausgaben im Postverkehr abgestempelt.

In der Bundesrepublik gibt es seit dem 22. Oktober 1999 drei deutlich unterscheidbare Ausgaben:

  1. Emblem Deutsche Bundespost
  2. Schloss Sanssouci
  3. 3 Posthörner

Bei der ersten Version trug das Sicherheitspapier einen grünen Aufdruck: Das Emblem der damaligen Deutschen Bundespost.

Die Laufzeit dieser Serie ging vom 02.01.1981 bis zum 31.03.1994. Der erste Automat wurde aber erst am 05. Januar 1981 beim Postamt Darmstadt 11 in Betrieb genommen, die von den Versandstellen hingegen ausgelieferten Marken waren bereits ab dem 02.01.1981 frankaturgültig.

Der Aufdruck des Betrages erfolgte bei dieser Serie mittels Typendruck über Farbband, vergleichbar einer Schreibmaschine. Man unterscheidet zwei Typen: Bei der sog. Type I wurde der Automat von der Firma Klüssendorf hergestellt, bei der Type II war die Firma Nagler der Lieferant. Unterscheiden lassen sich die beiden Typen wie folgt: Bei Type II ist das "DBP" deutlich fetter als bei Type I.

Jede fünfte Marke weist (ähnlich wie die Rollenmarken) auf der Rückseite eine Zählnummer auf.

Während der amtlichen Verkaufszeit wurde, über alle Wertstufen gerechnet, eine Menge von 320.000.000 Stück verkauft.

Die zweite Ausgabe war ab dem 19. Mai 1993 verfügbar. Das Sicherheitspapier trägt hierbei als Aufdruck eine Ansicht des Schlosses Sanssouci in Potsdam.

Diese Serie ist nun auch nicht mehr erhältlich, Restbestände sind allerdings noch über den Versandservice der Deutschen Post verfügbar. Bei dieser Serie sind bereits drei Typen am Aufdruck unterscheidbar: Type I ist wie bei der alten Serie auch ein Automat der Firma Klüssendorf, ebenso Type II ein Automat der Firma Nagler, die oben genannten Unterscheidungsmerkmale gelten somit auch hier. Type III unterscheidet sich beim Aufdruck gänzlich von den beiden ersteren Typen, da hier der Wert mittels Nadeldruck über Farbband auf das Papier erfolgt.

Selbstverständlich hat auch bei dieser Serie jede fünfte Marke eine Zählnummer auf der Rückseite. Wobei es hier auch wieder eine Besonderheit gibt: Seit dem 01. Juli 1998 hat die Bundesdruckerei eine neue Druckmaschine für die Automatenmarken-Vordrucke im Einsatz. Diese neue Maschine bringt die Zählnummern nun senkrecht auf die Markenrückseite auf, im Spritzverfahren (deutlich erkenntlich an der Matrix). Bisher wurde die Nummer waagerecht als Type aufgebracht.

Die dritte Ausgabe ist seit dem 22.Oktober 1999 an den Automaten erhältlich. Den Vordruck zieren drei Posthörner von Hellgelb bis Orange auf blauem Hintergrund. Beachtenswert ist, dass die Hoheitsbezeichnung "Deutschland" nun auch auf den Automatenmarken ihren Niederschlag gefunden hat. Der Aufdruck der Wertstufe erfolgt ausschließlich mit einem Nadeldruckwerk, in Betrieb sind derzeit nur Automaten der Firma Nagler.

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