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Weltmünzen

von Bernhard Exler


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Wir haben hier das Stichwort für das wohl umfassendste Sammelgebiet überhaupt vor uns. Wenn jemand Weltmünzen oder "alle Welt" sammelt, so gibt es zeitlich schon einmal gar keine Grenze, denn eigentlich sind die zu sammelnden Epochen nur durch den Zeitraum der Existenz von Münzen eingeschränkt.
Und räumlich stellt unser Heimatplanet die Punkte dar, zwischen denen alles gesammelt werden kann, was eine Münze darstellt ( oder sogar noch darüber hinaus - Stichwort : Pseudomünzen ).

Aber fassen wir das Sammelgebiet der Weltmünzen etwas konkreter, denn schließlich gibt es etliche Sammlerfreunde, die sich vielleicht von Anfang an ganz bewußt keine Grenzen gezogen haben. Ein Blick in die Kleinanzeigen - speziell Rubrik "Tauschen" - der Münzenfachzeitschriften legt diese Schluß-
folgerung nahe. 
Wenn vom Sammeln von Weltmünzen die Rede ist, so sind damit in diesem engeren Sinne die metallenen Zahlungsmittel aller Staaten dieser Erde gemeint. Weit überwiegend sind es Münzen der Gegenwart und der jüngeren und jüngsten Vergangenheit. 

Dieser Versuch einer Definition zeigt, daß damit Münzen der Antike und des Mittelalters erst einmal nicht gemeint sind. Ein Sammler wird vielmehr bestrebt sein, die gegenwärtig noch gültigen Münzserien möglichst vieler Länder zusammenzutragen und sich dann den nicht mehr kursgültigen Zahlungsmitteln zu widmen. Letzteres kann durchaus 100 oder 200 Jahre in die Vergangenheit zurück reichen. 

Dieser Definitionsversuch soll aber auch deutlich machen, daß all diese schönen und glänzenden Gepräge nicht gemeint sind, die in Kreisen des Münzenhandels neuerdings gerne mit " moderne 
Weltmünzen " bezeichnet werden. Auf diesen Münzen steht zwar in aller Regel ein Nennwert in Verbindung mit einer Währungsbezeichnung, aber diese Gegenstände sind keine Zahlungsmittel. 

Sehr oft im Ausland geprägt, weil das Emissionsland keine eigene Münzprägestätte besitzt, haben die Prägungen das eigene Land niemals gesehen und sind erst recht dort niemals im allgemeinen Zahlungsverkehr im Umlauf gewesen. Es sind vielmehr reine Devisenbringer. Einige Unternehmen weltweit haben in diesem Zusammenhang einen recht gewinnträchtigen Markt entdeckt und vermarkten so etwas. Die Herstellungskosten dieser Devisenbringer verbleiben sowieso in der beauftragten Münzprägestätte und nach Einbehalt ihrer nicht gerade geringen Vergütung überweisen diese "Distributoren" den Rest an den Finanzminister des Emissionslandes, welcher ihn dann wahrscheinlich unter "sonstige Deviseneinnahmen" verbuchen läßt. 

Aber gerade solche Edelmetallbarren in Münzenform sind nicht gemeint, wenn das Sammelgebiet "Weltmünzen" vorgestellt werden soll. 
Hier ist ein Sammler weltweit, also auf fünf Kontinente, orientiert. Eine beliebte und auch vielfach getroffene Differenzierung gibt es noch zwischen Umlaufmünzen und Gedenkmünzen. Man kann beide Arten sammeln, man kann sich aber auch auf eine Art von beiden beschränken. Vielfach werden dann nur Umlaufmünzen gesammelt; letztlich eine Frage des Geldbeutels.

Im Hinblick auf die Weite des Sammelgebietes unter zeitlichen und geographischen Aspekten sollte hier jeder Sammler von Anfang an einen Weltmünzenkatalog zu Hilfe nehmen. Wer nicht gleich in eine der recht teuren Neuauflagen investieren will, kann eine ältere Auflage auch ohne Schwierigkeiten gebraucht / antiquarisch erwerben. 

In Mitteleuropa kommen überhaupt nur zwei Weltkataloge in Betracht : Der Weltmünzkatalog von Schön aus dem Battenberg-Verlag, mittlerweile in der 32. Auflage erschienen, sowie der in den Vereinigten Staaten von Amerika verlegte " Standard Catalog of World Coins " von Krause und Mishler. Es ist jedem Sammler, insbesondere jedem Anfänger, zu empfehlen, sich vor dem Kauf eines Kataloges ein wenig mit diesem vertraut zu machen. Denn nicht Jeder kommt mit jedem von beiden Katalogen in der Handhabung gleich gut klar, zumal der amerikanische naturgemäß englischsprachig ist. Aber auch dieser Punkt ist nur eine Frage der Gewöhnung. 

Als letzter Hinweis sei angemerkt, daß alle Katalogbearbeiter mittlerweile nach abgeschlossenen Jahrhunderten differenzieren. Die Menge der zu erfassenden Münzen läßt keine andere Wahl mehr zu. 

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