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Reichsmünzen

von Bernhard Exler


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Dieses Sammelgebiet kann wohl gleich mehrere Superlative für sich in Anspruch nehmen!

Es dürfte das bei deutschen Münzensammlern beliebteste Sammelgebiet sein. Ferner ist es überschaubar und jeder Sammler kann für sich entscheiden, ob er es als abgeschlossen ansieht oder nicht. Im ersteren Fall bieten sich gleich mehrere zeitliche Zäsuren an : 1918, 1945, 2001, oder wie der Sammler es denn nun möchte.

Schließlich sind die “Reichsmünzen“ wahrscheinlich das am präzisesten abgrenzbare von allen Sammelgebieten.

Der Grund hierfür aber auch für die davor genannten Aspekte ist auf das engste mit einem Namen verbunden : Dem von Kurt Jaeger.

Kurt Jaeger (1909 – 1975) hat uns als sein Lebenswerk hinterlassen “den“ Standardkatalog für „Die deutschen Münzen seit 1871“. Dieser Katalog, im Jahre 2002 in 18. Auflage erschienen, ist längst nicht mehr nur ein Münzenkatalog. Ohne Übertreibung kann man festhalten, daß es sich um ein wissenschaftlich ausgearbeitetes, uneingeschränkt zitierfähiges Werk handelt. Dies wurde in nur ungefähr einem halben Jahrhundert geschaffen, zunächst von Kurt Jaeger selbst, der 1942 die 1. ( Not-) Auflage herausbrachte, und danach von zahlreichen mehr oder weniger bekannten Bearbeitern, welche sein Werk fortführten.

In diesem Werk, also „im Jaeger “, stehen einerseits alle Münzen verzeichnet, welche seit der Einführung der reichseinheitlichen Währung im Jahre 1871 in Deutschland herausgegeben wurden, andererseits aber auch die Münzen zahlreicher sog. Nebengebiete. Dabei handelt es sich z. B. um so unterschiedliche Gebilde wie ehemalige Kolonien sowie um Gebiete, die zeitweilig nicht zu Deutschland gehört haben und in denen dann eine ganz andere Währung galt (z.B. Danzig, Saarland).

All diese Informationen sind über Jahrzehnte auf das Sorgfältigste zusammengetragen und erarbeitet worden. Daß Angaben zu jedem Prägejahrgang einer Münze und zu jedem Prägebuchstaben / jeder Münzprägestätte vorhanden sind, dürfte allgemein bekannt sein. Die ebenfalls vorhandenen Ausführungen zur deutschen Währungsgeschichte sowie zu allgemeinen historischen Fragestellungen versorgen den Reichsmünzensammler mit jederzeit brauchbaren Hintergrundinformationen.

Insbesondere hat sich auch die von Kurt Jaeger eingeführte Nummerierung der Reichsmünzen allgemein durchgesetzt. Sie wird am häufigsten verwendet und ist eindeutig. Jg. 141 ist eben Jg. 141, um das Beispiel der seltensten und teuersten Reichsmünze hier anzuführen.

Das Ganze geht dann soweit, daß jemand auf die Frage nach dem Sammelgebiet eines potentiellen Tauschpartners die Antwort bekommt : „ Ich sammele Münzen nach Jaeger.“

“Reichsmünzen“ oder “Münzen nach Jaeger“ : Wir haben es hier mit zwei Formulierungen oder Umschreibungen zu tun, die beide für ein und dasselbe stehen … …für das beliebteste und das am weitesten verbreitete Sammelgebiet unter Deutschlands Münzensammlern.

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