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Kleinmünzen

von Bernhard Exler


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Unter Kleinmünzen versteht man im allgemeinen Stücke im Nennwert von einer Währungseinheit sowie alle Münzen in der Währungsuntereinheit.
Anhand eines für alle eingängigen Beispieles ausgedrückt waren die Kleinmünzen die Zahlungsmittel von 1 Pfennig bis hin zu 1 Mark und zwar seit 1871 und unabhängig davon, ob die Währungseinheit Mark, Reichsmark oder Deutsche Mark hieß.

Ohne weiteres können Kleinmünzen auch als eigenständiges Sammelgebiet dargestellt werden. Sie grenzen sich dann definitionsgemäß ab gegenüber den Mehrfachstücken der Währungseinheit. Um das Ganze ein wenig anschaulicher zu machen, wollen wir die Münzprägung des Deutschen Kaiserreiches, also von 1871 – 1918, etwas näher betrachten.

Dabei wird auch sehr schnell deutlich, daß das Münzmetall, hier also Silber, kein geeignetes Abgrenzungskriterium von Kleinmünzen zu höherwertigen Stücken darstellt. Es dürfte bekannt sein, daß die Kaiserreich-Münzen bis hinunter zum 20 Pfennig-Stück ( Jg. 5 ) aus Silber ( 900 / 000 ) bestanden.

Dagegen kann festgestellt werden, daß die Kleinmünzen der 1. und der 2. Münzperiode im gesamten Deutschen Reich ein einheitliches Aussehen hatten. Die Portrait- bzw. Wappenseite von Mehrfach-Stücken, also vom 2 Mark-Stück an aufwärts, konnte von jedem Land, also auch vom kleinsten Fürstentum, und von jeder Hansestadt eigenständig gestaltet werden. Von dieser Möglichkeit wurde, wie allgemein bekannt ist, auch Gebrauch gemacht.

Ebenfalls kein taugliches Abgrenzungskriterium für den Begriff Kleinmünzen stellt die Unterscheidung zwischen Kurantmünzen und Scheidemünzen dar. Der letztere Begriff wurde im Zuge der Einführung der Reichswährung weitestgehend aufgegeben, da sowieso grdsl. nur noch die neuen Goldmünzen als Kurantgeld ausgegeben wurden. Ein silbernes Mark-Stück als Scheidemünze zu bezeichnen, das paßte nicht und ging irgendwie nicht mehr.

Es bürgerte sich also ab 1873 die dargestellte Unterscheidung ein, welche dann bis in DM-Zeiten übernommen wurde. Für sie läßt sich auch ein gesetzlicher “Aufhänger“ finden : In den §§ 2 und 3 des Münzgesetzes vom 9. Juli 1873 ( RGBl. 1873, Seite 233 ff. ) heißt es :

„ § 2 : Die Silbermünzen über ein Mark tragen auf der einen Seite den Reichsadler mit der Inschrift …… .
§ 3 : Die übrigen Silbermünzen, die Nickel- und Kupfermünzen tragen …… “.


Wenn man nun abschließend noch einen Blick auf das Sammelgebiet der Kleinmünzen wirft, so kann dann noch die grundlegende Unterscheidung getroffen werden, ob ein Sammler nur nach Münztyp sammelt oder nach Jahrgang und Buchstaben. Die Sache mit den Prägebuchstaben stellt sowieso eine Besonderheit des deutschen Münzwesens dar und ist sonst auf der Welt nur noch sehr selten anzutreffen ( so z. B. noch in den USA ).
Im letzteren Falle vervielfachen sich die Münzen, die zusammenzutragen sind. Aber auch bereits bei einer bloßen Typensammlung sollte das persönliche Budget mit in die Betrachtung einbezogen werden. Hier bei den Kleinmünzen gibt es zwar keinen Jg. 141 ( 3 Mark, Sachsen, 1917, Friedrich der Weise ), aber auch Jg. 318 ( 50 Reichspfennig, 1924 / 25 ) ist ja nicht “so ganz ohne“.

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