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Griechische Münzen 

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Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Münzen Ritter


Unter dem Oberbegriff der griechischen Münzen versteht man alle nichtrömischen Münzen des gesamten Mittelmeerraumes und der angrenzenden Nachbargebiete in der Antike bis zum 4. Jahrhundert nach Christi Geburt.

Dabei pflegt man in wissenschaftlichen Gesamtdarstellungen dieser Münzen so vorzugehen, daß man, ausgehend von Spanien an der Nordküste des Mittelmeeres in west-östlicher Richtung die Staaten mit Ihren Münzen aufzählt, danach die der Ostküste von Norden nach Süden und schließlich die Staaten Nordafrikas in ost-westlicher Richtung. Die ersten Münzen im Bereich des vorderasiatisch-europäischen Kulturraumes scheinen im 7. Jh. v. Chr. in Lydien in Kleinasien geprägt worden zu sein. Kleine Klumpen aus Elektron, einem Gemisch aus Gold und Silber, hatten schon einige Zeit die Funktion eines Tauschmittels. Sie hatten gegenüber den vorherigen Tauschmitteln wie Vieh, Metallgeräten und Schmuck den Vorteil, klein und handlich zu sein. Gegen Ende des 7. Jh. v. Chr. versah man dann diese Elektronklumpen auf einer Seite mit der Abbildung eines Tieres oder ähnlichem. Fast gleichzeitig begann die Münzprägung in Europa und zwar in Aegina, einer Insel in der Ägäis, südlich von Athen. Geprägt wurden hier Silberstatere mit dem Bild einer Schildkröte.

Von Aegina und den griechischen Städten Kleinasiens entwickelte sich das griechische Münzwesen mit einer Fülle von verschiedenen Gold- und vor allem Silbermünzen. Ab dem 4. Jh. v. Chr. wurden dann auch Bronzemünzen in größerer Anzahl geprägt. Das griechische Münzwesen verbreitete sich über den gesamten Mittelmeerraum, die Darstellungsweise und die äußere Form der Münzen änderten sich. Die Münzen wurden gleichmäßiger und runder, die Bilder entwickelten sich zu Kunstwerken der jeweiligen griechischen Stilepochen. Waren es zuerst Abbildungen von Pflanzen und Tieren, von antiken Gottheiten und mythischen Gestalten, Symbolen und Gebrauchsgegenständen, so trat dazu nach dem Tod Alexanders des Großen auch das Porträt des Herrschers.

Mit der Münze verbanden die Griechen einen bestimmten Metallwert. Die Einführung der Münze mit ihrem garantierten Gewicht sollte das eigentliche Wiegen überflüssig machen. Dies dokumentiert sich im Namen der griechischen Hauptmünze, dem Stater (= der, der wiegt). Angesichts der großen Währungsvielfalt wurde dieser Zweck jedoch nur sehr unvollkommen erreicht. Nachwiegen fremder Münzen und Überprüfung des Metalls durch Hiebe blieben weiterhin an der Tagesordnung.

Die kleine griechische Silbermünze hieß Obolos (das bedeutet Spieß), die größere im Wert von 6 Oboloi hieß Drachme (= eine Handvoll = 6 Spieße), die Didrachme entsprach 2 Drachmen, die Tetradrachme 4 Drachmen. Man kann sich dem Reiz dieser wunderbaren Gepräge nicht entziehen, die ja nicht nur Zahlungsmittel waren, sondern zugleich ein Dokument der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Zeit. Sie werden das verstehen, wenn Sie einen Stater aus Tarent in Händen halten mit der Reiterdarstellung auf der Vorderseite und dem bereits in der Antike weltberühmten Motiv des auf einem Delphin reitenden Taras auf der Rückseite. Besonders schöne Bronzemünzen gibt es aus der in der Antike so wichtigen Stadt Syrakus auf Sizilien. Weiterhin seien erwähnt die Drachmen und Tetradrachmen Alexanders des Großen und seines Vaters, Philipp II. von Makedonien, die Tetradrachmen aus Thasos mit dem Dionysoskopf, die Tetradrachmen aus Athen mit der behelmten Athene auf der Vorderseite und der berühmten Eule auf der Rückseite, ein korinthischer Stater mit der Abbildung des Pegasos. Besonders die charakteristischen Silbermünzen von Ephesos in Jonien und von Rhodos, die Münzen aus Vorderasien und Afrika, die Prägungen der Seleukidischen Könige in Syrien, die Drachmen der Partherkönige, die Münzen der Ptolemäer in Ägypten und Asien und die der Punier aus Karthago gehören zu den aussagekräftigsten Dokumenten der antiken Welt. 

 
 
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